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'''Tanz''' (um 1200 wie , letzteres speziell auch im )--> ist die Umsetzung von Inspiration (meist Musik und/oder Rhythmus) in Bewegung. Tanzen ist ein , ein , eine gattung, eine stätigkeit, eine , eine , eine Form oder schlicht ein .

Kleidung

Es gibt zahlreiche Kleidungsstücke wie , und und s wie , Seiden und die im Mund getragene langstielige rote , die unweigerlich mit bestimmten Tänzen in Verbindung gebracht werden.

Von besonderem Interesse sind bei vielen Tänzen die e, denn nur mit der richtigen Mischung aus Rauigkeit und Glattheit der Sohle gleiten Standardtänzer elegant über das Parkett und ohne Gummistiefel wäre der afrikanische sinnlos. Spezielle Tanzfiguren wie etwa Michael Jacksons '''' erfordern sogar patentierte Spezialschuhe. Es gibt jedoch auch Tänze, in denen das Schuhwerk völlig unerheblich ist oder ganz weggelassen wird. So wird bei und den meisten afrikanischen Tänzen traditionell barfuß getanzt, ebenso im .

Aufzeichnung

Tänze dauerhaft aufzuzeichnen, um sie zu verbreiten oder der Nachwelt zu erhalten, ist ein derart schwieriges Problem, dass erst in jüngerer Zeit befriedigende Lösungen gefunden wurden. Aus informatischer Sicht sind zur Beschreibung eines Tanzes mehrdimensionale Daten nötig: Neben den Bewegungen an sich in drei Raumrichtungen und ihrer zeitlichen Abfolge muss auch die Begleitmusik berücksichtigt werden; in den meisten Fällen kommen Erklärungen hinzu, ohne die das Nachvollziehen der Bewegungen für Betrachter schwierig ist. Skizzen, abstrakte Symbole und nachgezeichnete Bewegungspfade in Verbindung mit textuellen Anmerkungen sind nur einige der Ideen, die dabei verfolgt wurden.

Von vielen en sind heute die und die noch im Gebrauch, meistens wird aber der einfacheren Möglichkeit der Videoaufzeichnung Vorzug gegeben. Herausragende n werden für das aufgezeichnet bzw. als für das Kino verfilmt sowie als und herausgebracht.

Schrittfolgen werden als graphisch dargestellt.

Beruf

Es gibt verschiedene Berufsbilder, die mit dem Tanzen in Verbindung stehen: Tänzer, .

Tänzer

Die Ausbildung zum Tänzer unterscheidet sich je nach Tanzform sehr stark und reicht vom Studium an einer Hochschule für klassischen Tanz, über die sportliche Ausbildung im Turniertanz (z. B. Lateintanz) bis zur privaten Ausbildung zur Solotänzerin (z. B. orientalischer Tanz) oder zum Flamencotänzer. Tänzer werden entweder per Tanzbühnenprojekt und kurzzeitig engagiert oder können, ausgebildet als Diplomtänzer an der Hochschule für Tanz, ein mehrjähriges Engagement als Bühnentänzer bei einem Theater oder Ensemble erhalten. Hierbei ist oft eine Verlängerung des Engagements als Bühnentänzer über das Alter von 35 Jahren nur in wenigen Fällen möglich. Ständig wechselnde Arbeitslage, starker Konkurrenzdruck und nur selten hohe können Interessierte davon abschrecken, diesen Beruf zu ergreifen. Beruflich arbeitende Tänzer wählen nicht selten ein zweites Standbein, etwa als Tanzlehrer, um finanzielle Stabilität zu erlangen. Die staatliche Institution der Künstlersozialkasse (Oldenburg) fördert in der Bundesrepublik Deutschland Tänzer (sowie Choreografen und Tanzpädagogen), wenn diese nachweisen können, dass sie ihren Lebensunterhalt als Künstler/Pädagoge im Tanz erwirtschaften können.

Tanzlehrer (Gesellschaftstanz)

Zertifizierter Tanzlehrer wird man in Deutschland durch eine klassische, staatlich nicht anerkannte Ausbildung bei einem der drei Tanzlehrerverbände (ADTV), (BDT) oder Deutsche Tanzlehrer- und Hip Hop-Tanzlehrer Organisation (DTHO). Der ADTV ist Mitglied im ?Rat für darstellende Kunst und Tanz? vertreten sind. Tanzpädagogik arbeitet mit Tanztechniken unterschiedlicher Art und zielt nicht zwangsläufig auf den Bühnenauftritt.

Choreograf

Der Choreograf ist der Urheber einer . Die Ausbildung zum Choreografen wird in vielen Ländern durch ein Studium an einer Hochschule für Tanz absolviert. Auch ausgebildete Bühnentänzer können (meist nach ihrer Tanzkarriere) als Choreografen tätig werden. Choreografen werden projekt- oder stückweise beschäftigt oder dauerhaft an einer Hochschule oder einem Theater angestellt. Bekannte Choreografen wie , , und konnten unter ihrem Namen ein wirtschaftlich eigenständiges gründen.

Tanzschulen im deutschsprachigen Raum

Die n der Verbände (ADTV), (BDT), dem schweizerischen Interessenverband der diplomierten Tanzlehrer für Gesellschaftstanz (swiss''dance'') und dem Verband der Tanzlehrer Österreichs (VTÖ) haben ihre Kompetenz in den Paar- bzw. Gesellschaftstänzen der Standard- und Lateinsektion, , , , uvm. Zusatzausbildungen schaffen Kenntnisse in , Videoclipdancing, Kindertanz, Rollstuhl- und Stepp-Tanz oder ergänzende Angebote wie - und seminare. Die Tanzschulen beschäftigen haupt- und nebenberuflich tätige Tanzlehrer. Alle Tanzlehrer haben eine mehrjährige berufsbegleitende Ausbildung beim jeweiligen Verband abgeschlossen, die sich beim ADTV in ihren Verträgen und in der Durchführung am Berufsbildungsgesetz orientiert.

Die Beendigung des ersten Tanzkurses wird traditionell mit einem festlichen gefeiert, oft auch als Premierenball bezeichnet. Talentierte und ehrgeizige Schüler der BDT-Tanzschulen können sich in den des (DAT) auf regionaler bis nationaler Ebene miteinander messen. Der ADTV engagiert sich im wettkampflosen, unterhaltsamen und qualifiziertem Freizeittanzen und bietet seinen Tanzschülern die Möglichkeit der Teilnahme am DTA () an.

Tanzsport

In vereinen wird Tanzen eher als gelehrt, denn als Freizeitbeschäftigung angesehen. Sie vermitteln Grundfertigkeiten, um an losen Breitensportwettbewerben und dem straffer organisierten teilzunehmen, daneben gibt es aber auch durchaus zahlreiche Gruppen für geselligen Tanz (Tanzkreise), ähnlich wie in den Tanzschulen. Sowohl der Vereinsstanzsport als auch der Gesellschaftstanz steht Anfängern offen. In der Schweiz ist der Tanzsport unter dem Dach SDSF (Swiss Dance Sport Federation) vereint. In Österreich ist der Tanzsport im ÖTSV (Österreichischer Tanzsportverband) organisiert.

Tanzsportvereine beschäftigen für die Turniertänzer in der Regel lizenzierte Trainer, die im Gegensatz zu vielen Tanzlehrern auf eine langjährige Amateur- oder Profikarriere zurückschauen können und die in ihrer Ausbildung auf das Training von Turnierpaaren geschult werden.

Tanz in der Erziehung

Tanz kann zum Medium in der Pädagogik und in der Therapie werden. Mit Hilfe des Tanzes will man Lern-, Erziehungs- oder Therapieziele erreichen. Tanz ist ein angemessenes Mittel, um e in Gang zu setzen.

Erfahrene Tanzpädagogen und -therapeuten wissen aus Erfahrung, wie vorteilhaft sich er beim Tanz entwickeln können. Es ist dabei nicht von großer Bedeutung, ob sie eine ausgeprägte mitbringen, da Bewegung an sich, und somit auch die ?geordnete? Bewegung im Tanz, eine der Voraussetzungen für eine gelungene psychische Entwicklung ist. Bei kompetenter pädagogischer oder therapeutischer Führung lassen sich sowohl eine verbesserte körperliche Kompetenz, als auch Offenheit, Selbstbewusstsein und bei richtiger Förderung Experimentierfreude bei den Kindern feststellen, wenn sie über eine längere Zeit Tanzsport ausüben.

Um möglichst viele Kinder zu begeistern und fördern zu können, sollte ein pädagogischer und therapeutischer Einsatz die verschiedenen Persönlichkeiten der Teilnehmer an Tanzprojekten im Blick haben:
  • Tanzeinheiten könnte man so gestalten, dass möglichst viel Individualität darin Platz findet. Einheiten müssen den Kindern freien Raum lassen, in dem sie sich selbst auszudrücken und eigene Ideen umzusetzen können.
  • Man variiert methodisch: Man lässt eine Möglichkeit zum kontrollierten ?Toben? mit Übungssequenzen, in denen vorgegebene Bewegungen geübt werden.
  • Wichtig ist, dass der Zeitraum einer Einheit nicht zu lange eingesetzt wird. Man sollte sich an den Möglichkeiten und Bedürfnissen der Kinder orientieren.
  • Beim Tanzen mit Kindern kann es nicht das Ziel sein, alle Bewegungen von allen Kindern als genau ?richtig? (gemessen an ihrem Anspruch) oder zur ?richtigen? Zeit (genau im Rhythmus) auszuführen, so dass zum Schluss ein perfektes Ergebnis erzielt wird. Vielmehr sollte im Mittelpunkt der Bemühungen stehen, jedem Kind einen Zugang zum Tanzen zu ermöglichen, um ein Gefühl von ?Das kann ich? zu vermitteln.
  • Kinder müssen die Möglichkeit erhalten, ihre individuellen Schwächen auszugleichen, indem man ihnen den Raum dafür gibt (die Chance für einen individuellen Lernplan).
Aspekte der Förderung durch Tanz können u. a. sein:
  • Steuerung des Körpers
  • motorische
  • Sensibilität für und
  • soziale
  • körperliches Wohlbefinden,
  • des Raumes
  • , , gefühl

Tanz und Religion

Judentum und Christentum

In der Bibel erscheint der Tanz als selbstverständlicher Teil religiös-kultischer Praxis, sowohl in Bezug auf Jahwe, wie auf andere Götter. Die Israeliten tanzten um das in die christliche Gebetspraxis eingegangen.

Im neutestamentlichen wird die Musik bzw. das Tanzen als Metapher für die religiöse Praxis der Gläubigen verwendet.

Weitere Religionen

Der Hindu-Gott tanzt im die Schöpfung spielerisch und entfaltet darin sein göttliches Wesen. Sein Tanz symbolisiert in der indischen Mythologie den Kreislauf der Welt. Wenn Shiva aufhört zu tanzen, geht die Welt unter.

In der islamischen Mystik bedeuten die tanzenden : ''Mystische Dimensionen des Islam, Die Geschichte des Sufismus''. Köln 1985, S. 261.</ref>

Zeitgenössische Spiritualität

Menschen haben schon immer versucht, die Götter mit dem Tanz anzurufen, und damit Einfluss auf den Verlauf ihres Lebens zu nehmen.

Tanz könne auch eine Form interreligiöser Begegnung sein jenseits von Verbalisierung und Rationalität.

In der (evangelischen) Kreuzkirche in -Sinsen gibt es seit kurzem einen tanzenden Jesus am Kreuz (hergestellt von Friedhelm Schmidt, Marl) über dem Altar, also an zentraler Stelle des Gottesdienstes ein Symbol für einen dynamischen Jesus Christus (April 2012).

Siehe auch

  • '''',
  • ''''

Literatur

  • Kathrin Bonacker, Sonja Windmüller (Hrsg.): ''Tanz! Rhythmus und Leidenschaft''. Jonas Verlag, Marburg 2007, ISBN 978-3-89445-389-3 (''Hessische Blätter für Volks- und Kulturforschung'', 42).
  • Ingeborg Boxhammer: ''Marta Halusa und Margot Liu: die lebenslange Liebe zweier Tänzerinnen''. Hrsg.: . Hentrich & Hentrich, Berlin 2015, ISBN 978-3-95565-116-9 (= ''Jüdische Miniaturen'', Band 175).
  • Franz Anton Cramer: ''In aller Freiheit. Tanzkultur in Frankreich zwischen 1930 und 1950.'' Parodos, Berlin 2008, ISBN 978-3-938880-18-0.
  • Dagmar Ellen Fischer: ''Eine kurze Geschichte des Tanzes.'' Henschel, Berlin 2019, ISBN 978-3-89487-797-2.
  • Miriam Fischer: ''Denken in Körpern. Grundlegung einer Philosophie des Tanzes''. Alber, Freiburg im Breisgau 2010, ISBN 978-3-495-48402-9.
  • Silke Garms: ''Tanzfrauen in der Avantgarde.'' Rosenholz, Kiel / Berlin 1998, ISBN 3-931665-11-9.
  • Wiebke Harder, : ''Tanz und Tanzprojekte mit Kindern.'' In: K. Zimmermann-Kogel u. a.: ''Praxisbuch Sozialpädagogik.'' Band 4. Bildungsverlag EINS, Troisdorf 2007, ISBN 978-3-427-75412-1, S. 200?224.
  • Annette Hartmann, Monika Woitas (Hrsg.): ''Das große Tanzlexikon. Tanzkulturen ? Epochen ? Personen ? Werke.'' Laaber-Verlag, Laaber 2016, ISBN 978-3-89007-780-2.
  • Sabine Huschka: ''Moderner Tanz. Konzepte, Stile, Utopien.'' Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2002, ISBN 3-499-55637-5.
  • (Hrsg.): ''International encyclopedia of dance''. Oxford University Press, New York 1998, ISBN 0-19-509462-X, 6 Bände.
  • Thomas Kaltenbrunner: ''Contact Improvisation: bewegen, tanzen und sich begegnen; mit einer Einführung in New Dance.'' 2. Auflage. Verlag Meyer & Meyer, Aachen 2001, ISBN 3-89899-515-1.
  • Lilian Karina, Marion Kant: ''Tanz unterm Hakenkreuz.'' Henschel, Berlin 1999, ISBN 3-89487-244-6.
  • Kersten Knipp: ''Flamenco.'' Suhrkamp, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-518-45824-8, insbesondere S. 175?204 (''Geschundene Bretter: der Tanz'').
  • E. Lohse-Claus: ''Der Tanz in der Kunst.'' Leipzig 1964.
  • : ''Tanzarello ? Folktanzen für die Grundschule ? und für Menschen allen Alters, besonders für Einsteiger und Multiplikatoren geeignet.'' Mit CD der Gruppe Aller Hopp. Verlag Fidula, 2006, ISBN 978-3-87226-904-1.
  • Jochen Schmidt: ''Tanzgeschichte des 20. Jahrhunderts in einem Band, mit 101 Choreographenporträts.'' Henschel, Berlin 2002, ISBN 3-89487-430-9.
  • Amelie Soyka: ''Tanzen und tanzen und nichts als tanzen. Tänzerinnen der Moderne von Josephine Baker bis Mary Wigman.'' AvivA, Berlin 2004, ISBN 3-932338-22-7.
  • Dorion Weickmann: ''Der dressierte Leib. Kulturgeschichte des Balletts (1580?1870).'' Campus, Frankfurt am Main / New York 2002, ISBN 3-593-37111-1.

Weblinks

  • alias Rotherbaron: (PDF; 6,8 MB) LiteraturPlanet, 2020

Einzelnachweise