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'''Tanz''' (um 1200 wie englisch ''dance'' entlehnt von .

Weitere international gebräuchliche Bezeichnungen für Tanztitel sind ''Danza'' und ''Danca''.

Allgemeines

Tanzen hat in der Gesellschaft viele Funktionen, kann aber auch Selbstzweck oder Zeitvertreib sein.

Ritualisiertes Tanzen drückt Zusammengehörigkeit und Emotionen aus und kann als festlicher Initiationsritus die Aufnahme neuer Mitglieder in eine Gemeinschaft begleiten, etwa wenn junge Mädchen beim nenball der Gesellschaft vorgestellt werden oder wenn Schüler beim Abschlussball eine bestandene Prüfung feiern. Vor religiösem Hintergrund werden mit Tanzritualen geehrt oder um Beistand gebeten, während böse Geister abgewehrt oder vertrieben werden.

Tanzen als Sport fördert Muskelaufbau, Motorik, Koordination und Gleichgewichtssinn. Das erfolgreiche Erlernen, Planen und Umsetzen komplexer Bewegungsabläufe bildet Selbstvertrauen und unterstützt ein gesundes Verhältnis zum eigenen Körper.

Als Kunstform dient Tanzen dazu, Gefühle und Handlungen bildlich darzustellen. Mimik, Gestik und ganzkörperliche Tanzbewegungen bilden zusammen mit Musik das anspruchsvolle Arbeitsmaterial des künstlerischen Tanzes, der dem Zuschauer Eleganz und Ausdruckskraft des menschlichen Körpers vor Augen führt.

Geschichte

Altertum

Die ältesten erhaltenen Dokumentationen des Tanzens sind indische als ''Natraj'', den ?König des Tanzes?. In Indien findet sich mit dem zwischen 400 und 200 v. Chr. entstandenen ''Natyashastra'', der ?heiligen Wissenschaft des Tanzes?, das einflussreichste Frühwerk zum Thema Tanz.

Im gab es rituelle Tänze, die Tod und Wiedergeburt des Gottes Osiris darstellten und die technisch so anspruchsvoll waren, dass sie nur von professionellen Tänzern ausgeführt werden konnten.

Die alten Griechen systematisierten den Tanz nach Gottheiten und den mit ihnen verbundenen Gefühlsausdrücken. Als wichtiges Zeitzeugnis gilt Homers Beschreibung des Tanzes Chorea in der Ilias aus dem 8. bis 6. Jahrhundert v. Chr. Ekstatische Tänze waren Teil der Dionysien, aus denen sich später Drama und entwickelten. In diesen Theaterformen spielte oft ein Chor mit, dessen Bewegungen als sogenannte ''Choreografie'' in den Stücken vermerkt wurde; hieraus entwickelte sich der moderne Begriff Choreografie.
).

Renaissance

Obwohl wohl immer getanzt wurde, vor allem (etwa als Bauerntanz) bei den Jahreszeitenfesten der Bauern, liegt darüber nur wenig Material vor. Im frühen 15. Jahrhundert trat ein deutlicher Wandel ein, als der Gesellschaftstanz gemischter Paare an den meisten Höfen zum beliebten Zeitvertreib wurde. Das Auftreten der ersten Hoftanzmeister und das Erscheinen der ersten Tanzhandbücher unterstreichen die Tatsache, dass der Tanz Teil des adligen Lebensstils wurde. Der Hofdichter Antonio Cornazzano (1429?1484), schrieb außer zahlreichen anderen Schriften auch ein ''Libro sull'arte del danzatore'' (um 1455). Der ''danse basse'', während der ganzen Renaissance in Mode, war im Wesentlichen ein Prozessions-Tanz mit würdevollen zeremoniellen Bewegungen, die auch die Damen in ihren unbequemen Kleidern ausführen konnten. Zu den beliebtesten Tänzen dieser Art zählte die Pavane (Pfauentanz). Die Fröhlichkeit und Neigung zu freieren Sitten des frühen 16. Jahrhunderts führte dann zur Einführung des ''danse haute'', der schnellere Bewegungen, Sprünge und körperliche Beweglichkeit forderte. Der erste derartige Tanz war die Gaillarde aus Italien, die meistens ohne Anfassen der Hände mit verschiedenen Schritten und Sprüngen getanzt wurde. Die Gaillarde folgte in der Regel nach der Pavane. Auch die Volta (im Film ''Elisabeth'' mit Cate Blanchett als Elisabeth I. anschaulich gezeigt) war eine beliebte ''danse haute'', bei der der Mann seine Partnerin drehte und sie auf sein Knie hob. Auch Courante, Allemande und die sehr beliebte Gavotte des 17. Jahrhunderts zählten dazu.

In Lautentabulaturen des 16. Jahrhunderts finden sich der Tanz (im deutschsprachigen Raum oft ?Tantz? oder ?Dantz? geschrieben) als Instrumentalstück bzw. instrumentale Begleitung. So etwa als ''Tantz'' (oder auch ''Affen Tantz'' und ''Der stifl Tantz'') im Lautenbuch des Stephan Craus

Die lebhaft-ausgelassenen Tänze der sozialen Oberschicht des 16. Jahrhunderts waren stilisierte Übernahmen der Tänze der unteren Stände. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurden die Tänze einheitlicher und gleichzeitig spektakulärer. Tanzschulen an den wichtigsten europäischen Höfen unterrichteten den Adel, so dass die beliebtesten Tänze leicht von einem Land zum anderen übertragen werden konnten. Tüchtige Impresarios organisierten prächtige Vorstellungen, bei denen Tänze, Gesang, Rezitation und Pantomime in einem reich geschmückten Rahmen aufgeführt wurden. Dies waren die italienischen ''balli'', die ''ballets de cour'' und die englischen ''masques'' (Maskenspiele), an deren Planung und Aufführung sich die königliche Familie selbst oft beteiligte. '''' (1588) von Thoinot Arbeau gilt als beste zeitgenössische Quelle für den Tanz der Spätrenaissance.

Tanzformen

Es gibt eine schwer überschaubare Fülle an Tanzformen; die trägt die wichtigsten Tänze der Welt zusammen. An dieser Stelle werden nur die bekanntesten Tänze und solche Tanzformen, die sich durch einzigartige Merkmale von der Masse abheben, dargestellt.

Die folgende Untergliederung dient nur der groben Orientierung und ist ''keine'' verbindliche Kategorisierung. Der Versuch, Tänze in einer allumfassenden Systematik zu ordnen, hat sich in der Vergangenheit wiederholt als unfruchtbar herausgestellt. Es ist möglich, Merkmale zu finden, nach denen sich Tänze grob gruppieren lassen, harte Kriterien, die eine scharfe Trennung vornehmen, gibt es aber kaum.

Eine verbreitete Kategorisierung ist die nach dem gesellschaftlichen Anlass oder Zweck des Tanzens. Nach Anlass kennt man rituelle Tänze, die religiösen Hintergrund haben, , die zum volkstümlichen Brauchtum gehören und , die zu geselligen Anlässen aller Art aufgelegt werden. Nach dem Zweck unterscheidet man vor allem den Kunsttanz, eine Kunstform für sich, den Turniertanz, der dem sportlichen Wettkampf dient, den Showtanz, der reinen Unterhaltungscharakter hat und den Werbetanz, der als Partnerwerbung dient.

Auch die Unterteilung nach der Anzahl der Tänzer in Einzeltanz, Paartanz und Gruppentanz ist populär; problematisch ist hierbei, dass viele Tänze in mehreren Aufstellungen getanzt werden. Im Gruppentanz unterscheidet man nach der geometrischen Anordnung der Tänzer weiter zwischen Kreistanz, Kettentanz (hintereinander) und Reihentanz (nebeneinander); ferner gibt es den Formationstanz, in dem die Formation der Tänzer häufig wechselt.

Es gibt zahlreiche weitere Charakteristika, nach denen man Tänze unterteilen kann, allen voran Merkmale der Tanztechnik, diese sind aber vergleichsweise selten anzutreffen.

Folkloristischer, historischer und spiritueller Tanz

Eine herausragende Stellung nimmt in vielen Belangen der Volkstanz ein. Die Unterartikel Afrikanischer Tanz, Chinesischer Tanz und gehen örtlich spezialisiert auf die Vielfalt dieses Gebiets ein. Bekannte Volkstänze des deutschen Sprachraums sind der Schuhplattler und der Landler, aus dem sich später der Wiener Walzer entwickelte. Ein Beispiel für einen international bekannten Volkstanz ist der hawaiische Hula. Technisch herausragende Volkstänze sind der südpazifische Sitztanz, der im Sitzen getanzt wird, und der schottische Schwerttanz, der mit Schwertern getanzt wird.

Spezielle Tanzformen sind aus der völkischen Tradition des Karneval, Fastnacht und Fasching heute nicht mehr wegzudenken. Fällt einem mit Blick auf die deutsche Tradition vor allem der Gardetanz ein, so ist international vor allem die brasilianische Samba des Karneval in Rio de Janeiro ein Begriff.

Unter dem Begriff Historischer Tanz versuchen Tänzer in aller Welt, Tänze nachzustellen, die heute praktisch nicht mehr existieren und nur noch aus schriftlichen oder bildlichen Quellen rekonstruiert werden können. In dieses Gebiet fallen Tänze wie die durch überlieferte Musik bekannte Pavane, die im modernen Karnevalstreiben aufgegangene Polonaise und die Quadrille, die vor allem Liebhabern von Kreuzworträtseln ein Begriff ist.

Tanzformen wie Trancetanz oder Kirchentanz zielen darauf ab, beim Tanzen spirituelle Erfahrungen zu machen. Im Mittelpunkt steht hierbei meist eine Konzentration auf den eigenen Körper in Verbindung mit Meditation. Berühmt für diese Art des Tanzens sind die türkischen Derwische.

Detlef Kappert hat in seiner Dissertation (bei ) an der das Training in den verschiedenen Tanzformen (Ballett, Karibik, New York) empirisch verglichen und dabei festgestellt, dass, unabhängig von der jeweils andersartigen Terminologie, die Lernfortschritte, die Verinnerlichung der Bewegung und Perfektionierung des Körpers in gleichartigen Schritten verläuft.

Bühnentanz

zählt neben Schauspiel und Oper zu den traditionellen Sparten des Theaters. Insbesondere das klassische Ballett hat durch seine lange Tradition zahlreiche andere Tanzformen stark beeinflusst. Klassische Ballettbegriffe wie Pas de deux haben ihren Platz in der Umgangssprache gefunden und Begriffe wie Spitzentanz und Tutu sind Teil der Allgemeinbildung. Anfang des 20. Jahrhunderts entstand Ausdruckstanz als Gegenbewegung zum Ballett. Eine spezifische Weiterentwicklung ist seit den 60er Jahren insbesondere durch Pina Bausch das Tanztheater. Gleichzeitig entwickelte sich in den USA der Modern Dance. Mittlerweile bietet der künstlerische Gegenwartstanz unter dem Sammelbegriff ein ästhetisch sehr breites Spektrum abstrakter und narrativer Tanzkunst. In genreübergreifenden Arbeiten zeitgenössischer Choreografen entstehen so Werke von aktueller gesellschaftlicher Relevanz.

Gesellschaftstanz

Der Gesellschaftstanz ist geprägt durch das Welttanzprogramm mit den drei Musikrichtungen Walzer, Disco und Swing, die international überall dort gespielt werden, wo Gesellschaftstanz stattfindet. Ergänzt werden diese durch regional aufkommende Musikrichtungen Latino und Tango. vertreten sind. Tanzpädagogik arbeitet mit Tanztechniken unterschiedlicher Art und zielt nicht zwangsläufig auf den Bühnenauftritt.

Choreograf

Der Choreograf ist der Urheber einer Choreografie. Die Ausbildung zum Choreografen wird in vielen Ländern durch ein Studium an einer Hochschule für Tanz absolviert. Auch ausgebildete Bühnentänzer können (meist nach ihrer Tanzkarriere) als Choreografen tätig werden. Choreografen werden projekt- oder stückweise beschäftigt oder dauerhaft an einer Hochschule oder einem Theater angestellt. Bekannte Choreografen wie William Forsythe, Sasha Waltz, Pina Bausch und Heike Hennig konnten unter ihrem Namen ein wirtschaftlich eigenständiges Tanzensemble gründen.

Tanzschulen

Die Tanzschulen der Verbände Allgemeiner Deutscher Tanzlehrerverband (ADTV), Berufsverband Deutscher Tanzlehrer (BDT), dem schweizerischen Interessenverband der diplomierten Tanzlehrer für Gesellschaftstanz (swiss''dance'') und dem Verband der Tanzlehrer Österreichs (VTÖ) haben ihre Kompetenz in den Paar- bzw. Gesellschaftstänzen der Standard- und Lateinsektion, Disco Fox, Salsa, Tango Argentino, Boogie Woogie uvm. Zusatzausbildungen schaffen Kenntnisse in Hip Hop, Videoclipdancing, Kindertanz, Rollstuhl- und Stepp-Tanz oder ergänzende Angebote wie Umgangsformen- und Rhetorikseminare. Die Tanzschulen beschäftigen haupt- und nebenberuflich tätige Tanzlehrer. Alle Tanzlehrer haben eine mehrjährige berufsbegleitende Ausbildung beim jeweiligen Verband abgeschlossen, die sich beim ADTV in ihren Verträgen und in der Durchführung am Berufsbildungsgesetz orientiert.

Die Beendigung des ersten Tanzkurses wird traditionell mit einem festlichen Abschlussball gefeiert, oft auch als Premierenball bezeichnet. Talentierte und ehrgeizige Schüler der BDT-Tanzschulen können sich in den Breitensportwettbewerben des Deutschen Amateur Turnieramtes (DAT) auf regionaler bis nationaler Ebene miteinander messen. Der ADTV engagiert sich im wettkampflosen, unterhaltsamen und qualifiziertem Freizeittanzen und bietet seinen Tanzschülern die Möglichkeit der Teilnahme am DTA (Deutsches Tanzabzeichen) an.

Tanzsport

In Tanzsportvereinen wird Tanzen eher als Sportart gelehrt, denn als Freizeitbeschäftigung angesehen. Sie vermitteln Grundfertigkeiten, um an losen Breitensportwettbewerben und dem straffer organisierten Turniertanz teilzunehmen, daneben gibt es aber auch durchaus zahlreiche Gruppen für geselligen Tanz (Tanzkreise), ähnlich wie in den Tanzschulen. Sowohl der Vereinsstanzsport als auch der Gesellschaftstanz steht Anfängern offen. In der Schweiz ist der Tanzsport unter dem Dach SDSF (Swiss Dance Sport Federation) vereint. In Österreich ist der Tanzsport im ÖTSV (Österreichischer Tanzsportverband) organisiert.

Tanzsportvereine beschäftigen für die Turniertänzer in der Regel lizenzierte Trainer, die im Gegensatz zu vielen Tanzlehrern auf eine langjährige Amateur- oder Profikarriere zurückschauen können und die in ihrer Ausbildung auf das Training von Turnierpaaren geschult werden.

Tanz in der Erziehung

Tanz kann zum Medium in der Pädagogik und in der Therapie werden. Mit Hilfe des Tanzes will man Lern-, Erziehungs- oder Therapieziele erreichen. Tanz ist ein angemessenes Mittel, um Lernprozesse in Gang zu setzen.

Erfahrene Tanzpädagogen und -therapeuten wissen aus Erfahrung, wie vorteilhaft sich Kinder beim Tanz entwickeln können. Es ist dabei nicht von großer Bedeutung, ob sie eine ausgeprägte Motivation mitbringen, da Bewegung an sich, und somit auch die "geordnete" Bewegung im Tanz, eine der Voraussetzungen für eine gelungene psychische Entwicklung ist. Bei kompetenter pädagogischer oder therapeutischer Führung lassen sich sowohl eine verbesserte körperliche Kompetenz, als auch Offenheit, Selbstbewusstsein und bei richtiger Förderung Experimentierfreude bei den Kindern feststellen, wenn sie über eine längere Zeit Tanzsport ausüben.

Um möglichst viele Kinder zu begeistern und fördern zu können, sollte ein pädagogischer und therapeutischer Einsatz die verschiedenen Persönlichkeiten der Teilnehmer an Tanzprojekten im Blick haben:
  • Tanzeinheiten könnte man so gestalten, dass möglichst viel Individualität darin Platz findet. Einheiten müssen den Kindern freien Raum lassen, in dem sie sich selbst auszudrücken und eigene Ideen umzusetzen können.
  • Man variiert methodisch: Man lässt eine Möglichkeit zum kontrollierten ?Toben? mit Übungssequenzen, in denen vorgegebene Bewegungen geübt werden.
  • Wichtig ist, dass der Zeitraum einer Einheit nicht zu lange eingesetzt wird. Man sollte sich an den Möglichkeiten und Bedürfnissen der Kinder orientieren.
  • Beim Tanzen mit Kindern kann es nicht das Ziel sein, alle Bewegungen von allen Kindern als genau ?richtig? (gemessen an ihrem Anspruch) oder zur ?richtigen? Zeit (genau im Rhythmus) auszuführen, so dass zum Schluss ein perfektes Ergebnis erzielt wird. Vielmehr sollte im Mittelpunkt der Bemühungen stehen, jedem Kind einen Zugang zum Tanzen zu ermöglichen, um ein Gefühl von ?Das kann ich? zu vermitteln.
  • Kinder müssen die Möglichkeit erhalten, ihre individuellen Schwächen auszugleichen, indem man ihnen den Raum dafür gibt (die Chance für einen individuellen Lernplan).
Aspekte der Förderung durch Tanz können u. a. sein:
  • Steuerung des Körpers
  • motorische
  • Sensibilität für Rhythmus und Musik
  • soziale Interaktion
  • körperliches Wohlbefinden, Gesundheit
  • Wahrnehmung des Raumes
  • , Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl

Tanz und Religion

Die Bedeutung des Tanzes in Religionen ist in der westlichen Tradition heutzutage meist sehr gering. Das war in der Antike noch anders: nichts anzufangen wüssten mit einem Menschen, der nicht tanzen könne. In der antiken jüdisch-christlichen Tradition hing die Fähigkeit gut zu tanzen eng zusammen mit der "Reinheit des Herzens", die von den Propheten des Alten Testaments und Jesus meist immer im Konflikt mit herrschaftsnahen religiösen Führern gepredigt wurde.

Es gibt auch die Vorstellung vom Tanz, der es Menschen ermöglicht, die Vielfalt menschlichen Lebens und Erlebens besser verstehen zu können. Außerdem sei er ein Mittel zur Kommunikation; er vertiefe die Erlebnisfähigkeit des Menschen.

Menschen haben schon immer versucht, die Götter mit dem Tanz anzurufen, und damit Einfluss auf den Verlauf ihres Lebens zu nehmen.

Der Hindu-Gott Shiva tanzt im Tandava die Schöpfung spielerisch und entfaltet darin sein göttliches Wesen. Sein Tanz symbolisiert in der indischen Mythologie den Kreislauf der Welt. Wenn Shiva aufhört zu tanzen, geht die Welt unter.

In der islamischen Mystik bedeuten die tanzenden an die Lebewesen symbolisiere

Auch in der christlich-jüdischen sowie des Pilgerzugs. Wer mittanzt, könne sich in die Religion des Anderen besser einfühlen. Gebete z. B. könnten auch getanzt werden ? von einer Gemeinde oder Teilen davon.

In der (evangelischen) Kreuzkirche in Marl-Sinsen gibt es seit kurzem einen tanzenden Jesus am Kreuz (hergestellt von Friedhelm Schmidt, Marl) über dem Altar, also an zentraler Stelle des Gottesdienstes ein Symbol für einen dynamischen Jesus Christus (April 2012).

Tanz des Jahres (ADTV)

{| class="wikitable"
!Jahr
!Tanz
|-
|2017
|Discofox
|-
|2016
|Samba
|-
|2015
|West Coast Swing
|-
|2014
|Wiener Walzer
|-
|2013
|Rumba
|-
|2012
|Foxtrott und Quickstep
|-
|2011
|Discofox
|-
|2010
|Tango
|}

Siehe auch

  • Elfentanz
  • ''Er tanzte das Leben'', Sylvin Rubinstein
  • ''Rhythm Is It!''

Literatur

  • Kathrin Bonacker, Sonja Windmüller (Hrsg.): ''Tanz! Rhythmus und Leidenschaft. Hessische Blätter für Volks- und Kulturforschung 42.'' Jonas, Marburg 2007, ISBN 978-3-89445-389-3.
  • Ingeborg Boxhammer: ''Marta Halusa und Margot Liu: die lebenslange Liebe zweier Tänzerinnen'', herausgegeben vom Centrum Judaicum, Hentrich & Hentrich, Berlin 2015, ISBN 978-3-95565-116-9 (= ''Jüdische Miniaturen'', Band 175).
  • Franz Anton Cramer: ''In aller Freiheit. Tanzkultur in Frankreich zwischen 1930 und 1950.'' Parodos, Berlin 2008, ISBN 978-3-938880-18-0.
  • Dagmar Ellen Fischer: ''Eine kurze Geschichte des Tanzes.'' Henschel, Berlin 2019, ISBN 978-3-89487-797-2.
  • Miriam Fischer: ''Denken in Körpern. Grundlegung einer Philosophie des Tanzes''. Alber, Freiburg im Breisgau 2010, ISBN 978-3-495-48402-9.
  • Silke Garms: ''Tanzfrauen in der Avantgarde.'' Rosenholz, Kiel / Berlin 1998, ISBN 3-931665-11-9.
  • Wiebke Harder, , Troisdorf 2007, ISBN 978-3-427-75412-1, S. 200?224.
  • Annette Hartmann, Monika Woitas (Hrsg.): ''Das große Tanzlexikon. Tanzkulturen ? Epochen ? Personen ? Werke.'' Laaber-Verlag, Laaber 2016, ISBN 978-3-89007-780-2.
  • Sabine Huschka: ''Moderner Tanz. Konzepte, Stile, Utopien.'' Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2002, ISBN 3-499-55637-5.
  • ''International encyclopedia of dance'', hrsg. von Selma Jeanne Cohen, Oxford University Press, New York 1998, 6 Bände, ISBN 0-19-509462-X.
  • Thomas Kaltenbrunner: ''Contact Improvisation: bewegen, tanzen und sich begegnen; mit einer Einführung in New Dance.'' Verlag Meyer&Meyer, 2. Auflage. Aachen 2001 (192 S.), ISBN 3-89899-515-1.
  • Lilian Karina, Marion Kant: ''Tanz unterm Hakenkreuz.'' Henschel, Berlin 1999, ISBN 3-89487-244-6.
  • E. Lohse-Claus: ''Der Tanz in der Kunst.'' Leipzig 1964.
  • Corina Oosterveen: ''Tanzarello ? Folktanzen für die Grundschule ? und für Menschen allen Alters, besonders für Einsteiger und Multiplikatoren geeignet.'' Mit CD der Gruppe Aller Hopp. Verlag Fidula, 2006, ISBN 978-3-87226-904-1.
  • Jochen Schmidt: ''Tanzgeschichte des 20. Jahrhunderts in einem Band, mit 101 Choreographenporträts.'' Henschel, Berlin 2002, ISBN 3-89487-430-9.
  • Amelie Soyka: ''Tanzen und tanzen und nichts als tanzen. Tänzerinnen der Moderne von Josephine Baker bis Mary Wigman.'' AvivA, Berlin 2004, ISBN 3-932338-22-7.
  • Dorion Weickmann: ''Der dressierte Leib. Kulturgeschichte des Balletts (1580?1870).'' Campus, Frankfurt am Main / New York 2002, ISBN 3-593-37111-1.

Weblinks

  • Dieter Hoffmann alias Rotherbaron: LiteraturPlanet, 2020

Einzelnachweise